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Der Flughafen Tempelhof als Ort einer guten Zukunft

Ein Jahrhundert lang prägte der Flughafen Tempelhof Berlin. Als NS-Prachtbau zählte er zu den größten Gebäuden der Welt, war Ort von Zwangsarbeit und militärischer Nutzung. Die Luftbrücke verwandelte ihn in ein Tor zur Freiheit. Heute ist der Bau eine 300.000 qm riesige Versteinerung vergangener Zeiten. Gerade seine herausfordernde Größe eröffnet jetzt eine einmalige Chance: Gestaltet als demokratisches Gemeingut kann er zu einem Brückenpfeiler der Transformation und Zukunftsfähigkeit Berlins und der Welt werden.

Gebraucht werden Orte, an denen Lebens- und Wirtschaftsweisen entwickelt und erprobt werden, die auch langfristig funktionieren. Lösungen für die vielschichtigen Probleme der Gegenwart lassen sich nur finden, wenn Menschen mit unterschiedlichsten Talenten, Erfahrungen, Fähigkeiten und Fertigkeiten zusammenwirken. Berlin verfügt hier über ein großes Potenzial: Seine Bewohner*innen sind bunt und international, es gibt eine überaus vielfältige Szene engagierter Bürger*innen sowie zahlreiche wissenschaftliche Institutionen und Organisationen, die sich mit relevanten Aspekten der Transformation beschäftigen.

Interessierte aus allen Kulturen, Herkünften, Schichten und Altersgruppen sind eingeladen, sich zu beteiligen. Aufgrund des immensen Platzangebots im Tempelhofer Flughafengebäude kann hier vieles mit- und nebeneinander gedeihen, sich befruchten und vernetzen. Genutzt als Experimentier-, Praxis-, Kultur-, Forschungs- und Bildungsort können hier Lösungen gefunden werden, die die Welt so dringend braucht. Entstehen könnte etwas fundamental Neues. Darüber hinaus wird ein solcher Ort wie ein Magnet auf Innovator*innen aus aller Welt wirken, die den Prozess weiter verstärken.

Den Tempelhofer Flughafen so zu nutzen, ist auch hochsymbolisch. Hier landeten die Rosinenbomber und versorgten die Berliner Bevölkerung über eine Luftbrücke fast ein Jahr lang mit allem Überlebensnotwendigen. Die Welt rettete Berlin. Jetzt hat Berlin die Chance, der Welt etwas Bedeutsames zurückzugeben.