Wie wars? Zur Auftaktveranstaltung für das Partizipations-verfahren

9. Mai 2018 1 Von Heike Aghte

Eine erste kurze  Zusammenfassung, aus der Sicht von thf.vision-Mitglied Heike Aghte:

Eine spannende Veranstaltung!

Trotz schönster Sonne und Feierabendstimmung waren etwa 170 Interessierte in das Flughafengebäude gekommen, um beim Auftakt des Partizipationsverfahrens dabei zu sein. Viele gezielte Fragen und Diskussionsbeiträge bewiesen das lebhafte Interesse. In den nächsten Tagen soll es genauere Informationen geben, über die wir berichten können.

Senatorin Katrin Lompscher und Jutta Heim-Wenzler, Geschäftsführerin der Tempelhof Projekt, informierten zunächst  zu den Räumlichkeiten, die für neue Nutzungen demnächst zur Verfügung stehen, aber auch über bestehenden längerfristige Vertragsbindungen, die berücksichtigt werden müssten.

Der zweite Informationsblock zeigte die erstaunlichen Ergebnisse der bisherigen Ideensammlungen. Eine große Vielfalt von Vorschlägen ist bereits zusammen gekommen, die bei aller Differenzierung aber auch eines gemeinsam haben: Die große Mehrheit will eine Gemeinwohlorientierung und lehnt Profitmaximierung ab. Uns freut und bestätigt dies natürlich sehr!

Schließlich ging es um das Verfahren selbst. Einen ausgefeilten Ablauf gibt es noch nicht, was aber schon jetzt feststeht:

  • Zunächst soll ein Arbeitsgremium für die Organisation des Partizipationsprozesses gebildet werden (bestehend aus 9 Personen, davon 6 Personen aus der Berliner Bevölkerung). Jede.r kann sich ab sofort und bis Ende Mai um die Mitarbeit in diesem Gremium bewerben. Unter Berücksichtigung von demografischen Faktoren werden Anfang Juni die Personen ausgewählt (6 Mitglieder und 6 Ersatzmitglieder), und die Detailarbeit beginnt. (Zum Anmeldeformular geht es hier)
  • Wir bekommen die „Schlüsselgewalt“, sprich das Management, für das kleine Wachhaus am Columbiadamm! Das ist eine großartige Möglichkeit, das Häuschen zum Anlaufpunkt für das Partizipationsverfahren und gleichzeitig als Ort zu entwickeln, der schon exemplarisch zeigt, wie das gesamte Gebäude als ein gemeinschaftlich genutzter Begegnungsort genutzt werden kann.
    Wir werden dort eigene Veranstaltungen machen, aber genau so können auch andere Gruppierungen den Ort für eigene Aktivitäten nutzen. Dafür entwickeln wir schon bald ein extra Anmeldesystem.
  • Bis zum 1. September 2019 soll das Verfahren voraussichtlich laufen. Dann sollen gemeinsame Leitlinien und ein Kriterienkatalog für die zukünftigen Nutzungen fertig erarbeitet sein.
    Eine erste öffentliche Veranstaltung des Senats im Rahmen des Verfahrens wird am 29. Juni in der Zollgarage stattfinden.

Mein persönliches erstes Fazit? Viel versprechend! Wobei noch viele Fragen offen bleiben und auch die Meinungen der Besucher.innen anschließend weit auseinandergingen.

Wie haben Sie den Abend erlebt? Ihre Meinung interessiert uns!