In drei Jahren

In unseren Köpfen sehen wir schon vor uns, wie der Tempelhofer Flughafen zu einem Ort der Lebendigkeit und Demokratie geworden ist. Auf der Agora, dem ehemaligen Ehrenhof, nutzt eine 15-Jährige die Speakers Corner, um ihre Ideen über die Post-Money-Ära zur Diskussion zu stellen. Nebenan werkeln ein paar Handwerker der hauseigenen Wekstatt an einer Bühne: Der 48. Berliner Bürgerrat will heute Abend seine Ergebnisse vorstellen. Drei Tage lang hat die durch Losverfahren zusammengesetzte Gruppe überlegt, wie der Platz der Luftbrücke umgestaltet werden soll. Später wird dann noch eine internationale Tanzgruppe auftreten.

Vom Dach des H2rund ist das Gejohle einer Kinder gruppe zu vernehmen: Die vor kurzem installierte Rutsche ist die neuste Attraktion. Drinnen sucht eine Touristengruppe die „Kantine des guten Geschmacks“. Dort stehen diese Woche vor allem koreanische Rezepte auf der Speisekarte. Die bunte Azubi-Gruppe kocht mit regionalen und geretteten Lebensmitteln, die Gäste bezahlen beim Rausgehen so viel, wie sie können. Küchenchef Mustafa Gürkal wundert sich immer wieder, dass auf diese Weise mehr Geld zusammenkommt als früher, als es Festpreise gab – und das, obwohl etwa ein Fünftel der Gäste rausgeht, ohne irgendetwas bezahlt zu haben…..

Aufwachen! Noch ist das  Tempelhofer Flughafen ein fast toter Ort. Aber wenn viele, viele mitmachen,  kann hier etwas ganz Neues entstehen. Und zugleich wissen wir, dass es überall auf der Welt Leute gibt, die an ähnlichen Ideen basteln. Sehr inspiriert hat uns zum Beispiel ein Projekt in Oakland:

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